Reiseführer Philippinen

Die Philippen mit ihren 7,107 Inseln haben scheinbar alles, was das Herz begehrt. Die unendlich große Auswahl an Landschaften und Aktivitäten bietet für jeden Reisenden und Touristen das Richtige, egal ob man mit dem Rucksack oder dem Louis Vuitton Reise-Set unterwegs ist. Üppige, smaragdgrüne Reisterrassen, unberührte Strände, eine brodelnde, Graffiti-verzierte, weitläufige Stadt, tropische Dschungel, aktive Vulkane und umwerfende Berge; die Philippinen werden einen anlocken, verführen und faszinieren.

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Warum sollte man also auf die Philippinen reisen?

Die Philippinen sind ein Land, in dem Osten und Westen sich in zu einer einzigartigen bunten Mischung vereinen. Ein Land, in dem die Straßen gesäumt sind, von mehrfarbigen, hupenden Jeeps. Ein Land, in dem eingängige Musik und (wundervoll furchtbare) Karaoke an allen Straßenecken zu hören ist. All das in Kombination, mit den strahlenden Einwohnern, lassen jeden Besucher mit beschwingtem Schritt und einem Pop-Song im Ohr durch die Straßen laufen.

Die Philippinen sind ein Paradies für alle Liebhaber von Unterwasserwelten

Weltklasse Tauchmöglichkeiten gibt es in salzigem Überfluss auf den Philippen, da sie ein Teil des “Korallen Dreiecks“ sind, in dem es mehr Unterwasserspezies gibt, als irgendwo sonst auf der Welt. Exquisite Regenbogen-Korallen und Riffe voller silber-glitzernder Fische bieten eine spektakuläre Kulisse für ein Leben zwischen den türkisen Wellen. Von gigantischen Walen auf der Reise zu winzig kleinem lumineszierenden Plankton bieten diese Gewässer schier unendliche Unterwassermagie. Thresher Haie, Zwergseepferdchen, gigantische Mantarochen, Graue und Weißspitzen-Riffhaie, Meeresschildkröten, und eine bunte Mischung an Fischarten findet man hier in wundervollem Überfluss.

Aber nicht nur die wunderbaren Lebewesen unter Wasser bieten gute Gründe, das Tauchen auszuprobieren, auch die vielen Riffe, Klippen und Schiffswracks wollen erforscht werden. Man findet hier Wracks von Kriegsschiffen aus dem zweiten Weltkrieg, Kanonenboote aus der Zeit der Spanier und Düsenjäger aus der Vietnam-Zeit, die von Korallen überwuchert sind. Ein wahres Vergnügen für Fans der Meere, professionelle und Amateur-Taucher, sowie Unterwasser-Fotografen.

Die Philippinen sind die Heimat einer der längsten Küstenstreifen weißen Sandstrands der Welt

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Attr: jojo nicdao (cc by)

Wir sind ausgiebig über die Philippinen gereist und haben tausende Fotos gemacht. Wir haben Notizbücher gefüllt mit aufgeregtem Gekritzel über unsere persönliche Erfahrung, und doch gibt es nicht genug Pixel oder Tinte, um der Schönheit der Strände gerecht zu werden. Wir sind, ganz ehrlich, die ersten zwei Tage nur mit offenem Mund herumgelaufen, weil wir aus dem Staunen nicht herausgekommen sind, als wir in Coron ankamen.

Das Land ist außerdem stolz auf eine der längsten Küstenlinien mit weißem Sandstrand der Welt. Warmes, kristallklares Wasser und weicher weißer Sand, gibt einem das Gefühl, als ob man seinen Urlaub auf einer Postkarte verbringen würde. Die Strände der Philippinen sind ein wahres Paradies für jeden Strandliebhaber, sie sind exotisch, unberührt und traumhaft schön. Der Rum ist hier billiger als Coca-Cola, Cocktails am Strand sind üblich und günstig, man ernährt sich von frischem Seafood und an vielen Stränden werden Massagen mit Blick aufs Meer angeboten.

Die Filipinos sind unglaublich gastfreundlich

Die natürliche Schönheit der Umgebung ist schon bezaubernd genug, aber die Einwohner machen die Reise erst zu etwas ganz Besonderem. Die einheimische Bevölkerung ist offen, warm und unglaublich freundlich, die Menschen laufen mit einem breiten Grinsen herum und strahlen Liebenswürdigkeit und Gastfreundlichkeit aus.

Die Tatsache, dass die englische Sprache weit verbreitet ist auf den Philippinen bedeutet, dass es so gut wie keine Sprachbarriere gibt, und man leicht mit den Einheimischen ins Gespräch kommt. Die Filipinos sind bescheidene aber enthusiastische Geschichtenerzähler und gerne jederzeit bereit, Anekdoten aus ihrem Leben oder ihre Gedanken miteinander und mit Besuchern zu teilen. Sie laden einen gerne auf ihre Terrasse oder in ihr Haus ein, und teilen großzügig Anekdoten und Familiengeschichten. Man muss es sich nur gemütlich machen, den Erzählungen lauschen und die Atmosphäre genießen. An jeder Ecke kann man Kindern begegnen, die einem begeistert entgegenlaufen oder Eltern, die einen ermutigen, ihre Babies zu halten. An diese wunderschönen Begegnungen wird man sich auf jeden Fall erinnern.

Die natürliche Schönheit des Landes ist umwerfend

Von dichtem tropischen Regenwald zu den wunderschönen smaragdgrünen Reisterrassen von Batad und Banaue, verschlägt es einem glatt die Sprache, beim Anblick der vielfältigen Landschaft und Panorama-Aussichten der Philippen.

Die Wanderwege entlang der Ehrfurcht einflößenden philippinischen Berge und Vulkane bieten schöne Plätze zum Halt machen und etwas frischere Bergluft. Abenteuerlustige und sportlich-motivierte Reisende finden hier eine Vielzahl an Wegen zum Wandern und Bergsteigen.

Man braucht aber nicht unbedingt Wanderschuhe um die wunderschöne Landschaft zu genießen, wenn man nur zu Fuß oder mit einem gemieteten Moped entlang der Küste unterwegs ist, bietet fast jede Richtung eine tolle Aussicht aufs Meer.

Und erst die Wasserfälle! Die wunderschönen Wasserfälle! Der Kawasan Wasserfall in Oslob, Cebu hat einen blauen Pool wie aus dem Märchen unter einem donnernden Wasserfall mit weißschäumenden Kaskaden. Der Tamaraw Wasserfall in Sabang, Palawan; Mimbalot Falls in Iligan City, Mindanao; und Tappiya Falls in Banaue sind ebenso majestätisch und durchaus einen Besuch wert.

Auf den Philippinen zu reisen ist günstig

Ein weiterer Grund, auf die Philippinen zu reisen, ist dass man viel für sein Geld bekommt. Unterkünfte und Transportmittel haben vernünftige Preise und liegen im Budget jedes Touristen oder Rucksackreisenden.

Wer vor allem auf der Suche nach einer günstigen Reise ist, für den bieten die Philippinen definitiv gute Optionen. Man kann einiges an Geld sparen, wenn man etwas außerhalb der Touristenzentren übernachtet.

Ein weiterer interessanter Tipp ist, dass viele, gerade günstige, Unterkünfte oft nicht im Internet zu finden sind. Sich bei der Ankunft erstmal umzusehen und sich dann eine schöne und billige Unterkunft zu suchen, spart einem viel Geld gegenüber Zimmern oder Betten, die man im Voraus buchen kann.

Mit den ganzen Märkten und Street Food im Überfluss ist es einfach, günstig zu essen und außerdem noch lecker und eine wertvolle kulturelle Erfahrung.

Wohin reisen auf den Philippinen

Da es so viele tolle Orte auf den Philippinen gibt, ist es schwierig, sich zu entscheiden, welche Orte man unbedingt sehen will. Man stellt sich am besten auf viel Recherche, viel Mundpropaganda und eine gute Prise Ausprobieren ein.

Du hast die Philippinen nicht gesehen, ohne die folgenden Orte besucht zu haben:

Banaue und Batad in Luzon

Obwohl wir zu einem gewissen Grad den Reisenden zustimmen können, die Manila auslassen, und es nur als Zugangspunkt zu den Inseln nutzen, sind wir immer noch absolut sicher, dass es ein großer Fehler wäre, Luzon nicht in die Reiseplanung aufzunehmen.

Wir sind außerdem 100% sicher, dass jeder der dort war, sagen wird, dass die Reisterrassen in Banaue definitiv einen Besuch wert sind. Von manchen als das Achte Weltwunder beschrieben, bieten diese leuchtend grünen Stufen eine spektakuläre Ansicht, die auf der ganzen Welt einzigartig ist. Banaue, und das nahegelegeneBatad, bieten Wanderwege, die jeglichen Schweiß und Mühe wert sind und Wanderer mit wunderschönen Aussichtspunkten und traumhaften Wasserfällen belohnen. Seit unserem Besuch dort sehen wir den fertig verpackten Reis im Supermarkt mit anderen Augen.

Puerto Princesa in Palawan

Mit seinem leckeren Essen, weißen Sandstränden und umwerfenden Aussichtspunkten an der Küste ist Puerto Princesa, die Hauptstadt von Palawan, immer eine außergewöhnliche Erfahrung. Bootstouren, um zum Sonnenuntergang Delfine zu beobachten, ethisch bedenkenloses Schnorcheln mit wilden Walhaien, am Abend leuchtendes lumineszierendes Plankton und Kayak-Exkursionen mit Glühwürmchen – die Stadt ist ein echtes Highlight. Es wäre nicht verwunderlich, wenn man am Ende länger in Puerto bleibt, als man ursprünglich vorhatte. Der dortige Unterwasserfluss ist mittlerweile sogar in die Reihe der Sieben Wunder der Natur aufgenommen worden. Eine ringsum perfekte Erfahrung!

Coron

Mit seinen makellosen Stränden, kristallklarem Wasser (beim Schnorcheln kann man gesunkene japanische Kriegsschiffe sehen), und fast unberührter Natur sollte man Coron nicht auslassen. Das Forbe’s Traveler Magazine kürte den Ort zu einem der besten Tauch-Spots der Welt, aber dieses natürliche Juwel bietet auch tolle Möglichkeiten für Schnorchler, Insel-Hopper, Sonnenanbeter, Bergsteiger und Hobby-Gourmets. Professionelle Fotografen, und mit Selfie-stick bewaffnete Abenteurer, sie alle finden Inspiration in dieser außergewöhnlich schönen Kulisse.

Die besten Orte auf den Philippinen, für alle Fans von...

Tauchen und Schnorcheln

Egal, welche Hobbies, Interessen oder Leidenschaften man hat, die Philippinen erfüllen alle Wünsche. Das bunte Treiben der Fische in den seichten Wassern, macht das Schnorcheln zu einem äußerst vergnüglichen Zeitvertreib für alle Reisenden und Urlauber auf den Philippinen.

Wer sich auf häufige und innige Begegnungen mit Meeresschildkröten freut, der sollte einen Tagesausflug, zu Apo Island machen, oder besser, sogar ein paar Tage dort bleiben. Es gibt mehrere Orte auf den Philippinen, die berühmt für Begegnungen mit Walhaien sind, aber unser Favorit für Schnorcheln mit den Walhaien ist Puerto Princesa. Es ist ethisch in Ordnung und nicht allzu kommerzialisiert.
Wer Schiffswracks, farbenfrohe Korallenriffe und beeindruckende Fische liebt, der sollte Coron besuchen. Matinloc Island in El Nido und Balicasag Island in Bohol sind ebenfalls tolle Orte zum Schnorcheln.

Eine weitere weitverbreitete Freizeitaktivität auf den Philippinen ist das Tauchen und glücklicherweise kann man all die Nemos und Dorys das ganze Jahr über bestaunen. Dieser wundervolle Ort für Profis, wie Anfänger, bietet eine bunte und vielfältige Unterwasserwelt. Thresher Haie, Hammerhaie, gigantische Mantarochen und gesunkene Kriegsschiffe des 2.Weltkriegs warten darauf bewundert zu werden.

Höhepunkte für Taucher bieten Tubbataha, das Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist, die fotogenen Schiffswracks von Busuang und die Thresher Hai bei Monad Shoal, Malapascua.

Die mit Korallen bedeckten Unterwasserklippen in Yapak, Boracay bieten außerdem die Möglichkeit mit Grauen und Weißspitzen-Riffhaien, Adlerrochen und perfekt synchronen Tunfisch-Schwärmen zu schwimmen. Auch die weltweit bekannten Sardinen Schwärme in Moalboal, Cebu kann man glücklicherweise das ganze Jahr über beobachten.

Wandern und Bergsteigen

Wer seine Zeit nicht so gerne in und unter Wasser verbringt, für den gibt es genügend Alternativen. Wandern ist eine weitere Aktivität, die das abenteuerlustige Herz erfüllt. Es gibt hier viele Orte, die man auf seiner Liste der „Orte, die man gesehen haben sollte“ abhaken kann: Die weitläufigen Reisterrassen von Banaue oder der aktive Vulkan Mayon auf der Insel Luzon.

Der Mount. Manalmon sieht aus wie direkt vom Set von Jurassic Park und liegt in San Miguel, Bulacan. Dieser Trek ist eine super Option für Anfänger und Reisende mit wenig Zeit, da der Aufstieg zum Gipfel mit bildschönem Ausblick nur eine Stunde dauert. Ein anspruchsvollerer Aufstieg ist der auf den Mount. Tibig in Lobo, Batangas. Diese Wanderung verspricht einen wunderschönen Sonnenuntergang und Camping-Möglichkeiten auf dem Gipfel.

Insel-Hopping

Weltberühmte Insel-Hopping-Touren gibt es in großer Anzahl überall auf den Philippinen. Man kann einen Tag auf dem Meer verbringen, die Zwischenhalte unterwegs mit verschiedenen Ausblicken genießen, mit den Fischen schnorcheln und bunte Korallen bewundern, während man sich eine frische Kokosnuss genehmigt, oder beim Landgang ein leckeres regionales Gericht genießt, während man den Sand unter den Füßen spürt.

Insel-Hopping mit philippinischen Tour-Anbietern ist ein tropischer Genuss. Die Unternehmen Palawan, Coron und El Nido bieten exzellente Insel-Hopping-Packete, die einen zu bezaubernden Lagunen, prähistorischen Höhlen und Mangrovenwäldern führen. Siargao Island bietet mehr als nur spektakuläre Surfspots. Man kann Naked Island, Daku Island, Guyam Island und sogar die Sohonton Caves besuchen auf seinem Insel-Hopping Abenteuer direkt vor der Küste.

Festivals

Festivals, Parties und Feierlichkeiten, was für ein Spektakel! Die Einheimischen zeigen ständig ihre Dankbarkeit gegenüber den Schutzheiligen und der großzügigen Ernte indem sie rauschende Feste feiern. Die Filipinos nehmen ihre Festivitäten sehr ernst, egal, ob diese einen Tag oder einen Monat dauern. Da es jeden Monat irgendwo mindestens ein Festival gibt, ist es nicht schwer, seine Reise so abzustimmen, dass man eines davon erleben kann. Musik, Kostüme, Tanz, bemalte Gesichter, Konfetti und Glitzer bewegen sich in einer pulsierenden Welle durch die Straßen und laden alle ein, an der Feier teilzunehmen.